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Wenn man online geht wird man meistens hinter der zweiten Ecke mit irgendwelchen Posts zum Thema Morgenroutine, bzw. Morning Routine erschlagen.

Der Wortlaut lautet dann in etwa so:

  • super früh aufstehen
  • MEDITIEREN
  • keine E-Mails checken
  • gesundes Getränk der Stunde (Matcha, Smoothies, handgepresster Brennnesselsaft)

Das letzte war jetzt übrigens ironisch gemeint. 🙂

Was all diese Artikeln gemein haben ist, dass sie die Illusion von sofortigem Erfolg geben sobald man sich an all diese Punkte hält. Als wären Marissa Mayer, Sheryl Sandberg und Arianna Huffington nur so erfolgreich, weil der Wecker um 05:30 klingelt. (Und sie dann auch aufstehen)

Meinem Sarkasmus und Ironie zum Trotz habe ich das ganze Mal ausprobiert und bin mittlerweile eine ziemlich überzeugte Vertreterin der Morgenroutine (Auch wenn mir das Aufstehen immer noch nicht so flüssig von der Hand geht)

Meine Morgenroutine

Ich experimentiere bereits seit mehr als zwei Jahren mit verschiedenen Morgenroutinen.

Mittlerweile bin ich ziemlich gut darin, früh aufzustehen (06:00 / 06:30), ein wenig Yoga zu machen (3x den Sonnegruß =5 min maximal) langsam beginne ich auch damit Mediation morgens mitaufzunehmen (wobei ich meistens da sitze und nur darauf warte, dass es vorbei ist…).

Und was für mich der wichtigste Teil meiner Morgenroutine ist:

Ich schreibe regelmäßig in mein Tagebuch

Mehr zu meinem Tagebuch und warum ich es für eine der wichtigsten Säulen meiner Produktivitäts- und Persönlichkeitsentwicklung halte in einem späteren Post.

Erweiterung der Morgenroutine

Nachdem Yoga, Tagebuch schreiben und Mediation sitzen, möchte ich meiner Morgenroutine noch etwas hinzufügen und zwar ein tägliches Schreibritual für diesen Blog.

Generell ist es bei der Aufnahme einer ganz neuen Morgenroutine oder eines weiteren Elementes wichtig, dass man klein anfängt. Zumindest für mich. Es gibt auch Typen, die können nur ganz oder gar nicht. Das müsst ihr für euch selber ausprobieren. (Ein gutes Buch zum Thema Habits, bzw. Gewohnheiten / Routinen ist „Erfinde dich neu“ von Gretchen Rubin, wenn man vom schrecklichen deutschen Titel einmal absieht.)

Mir ist es bei einer neuen Gewohnheit wichtig, dass ich klein anfange und mich langsam steigere, bezogen auf das tägliche Schreiben für diesen Blog beginne ich also mit 10min täglich. Nix mit 1.000 Wörtern oder einer Stunde.
Der zweite Schritt ist es dann die neue Gewohnheit an eine alte „dranzuhängen“, bzw. diese als Auslöser (trigger) zu benutzen. Ich klappe also meinen Laptop auf und schreibe 10min fürs Karrierefrollein sobald ich mein Tagebuch zugeklappt habe.

Der wichtigste Punkt für meine Morgenroutine ist, dass am Abend vorher so viel wie möglich vorbereitet ist und ich vor meinem ersten Kaffee einfach nur stumpf dieser Routine folgen muss und ich keine Energie auf das Suchen von Gegenständen verwenden muss.

Das größte Problem was mir diese Routine im Moment noch bereitet ist der dazugehörige Früh ins Bett gehen Part.

Aber selbst wenn dieser Teil aufgrund einer Abschiedsparty am Abend vorher einmal sehr zu kurz kommen sollte, hat man nach ein paar Tagen den Aufstehrhytmus drin und wird von ganz alleine wach (So heißt es zumindest bei Leo Babuta, bei mir hat sich da auch nach  2 Jahren nix mit Sekunden vorm Wecker aufwachen eingestellt, aber ich stehe definitiv lieber auf als früher ohne Morgenroutine und die Zeiten von 2h lang auf Snooze drücken sind auf jeden Fall vorbei.)

Ein paar Vorschläge, falls du deine Morgenroutine erweitern möchtest:

  • früher Aufstehen (am besten Tag für Tag ein wenig früher)
  • Schreiben
  • Meditation
  • Tägliches Spazieren gehen
  • Yoga (z.B. Sonnengruß)
  • Malen, Zeichnen, Musik machen
  • Eine Fähigkeit üben
  • die wichtigste Aufgabe als erstes erledigen (Most Important Task = MIT)
  • etc.,  pp.

Das Wichtigste ist, dass du voll hinter dem Projekt Morgenroutine stehst und am besten eine Person hast, der du über deinen Fortschritt berichtest und die dich ermuntert dabei zu bleiben, also einem Partner dem du Rechenschaft schuldig bist (In englischen Artikeln oft accountability partner genannt). Ich habe zum Beispiel einen Monat lang jeden Morgen meiner besten Freundin ein Foto meines gemachten Bett geschickt und sie mir eins von ihrem.

Habt ihr schon eine Morgenroutine ? Klappt das jeden Morgen bei euch? Habt ihr einen Accountability Partner ?

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Picture Courtesy of Old Navy Tumblr
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