Modebranche Karriere

Wie finde ich heraus welche Karriere zu mir passt ?

Kurze Antwort: Durch Ausprobieren

Ich hab hier ja schon erwähnt was ich so alles in meinem Leben bis jetzt gemacht habe um Geld zu verdienen. (Bis auf Kellnern und Medikamententests war schon ziemlich viel dabei) Jede Tätigkeit hat mir ein wenig mehr Klarheit darüber verschafft, was ich machen möchte und wo meine Stärken und Schwächen liegen.

Angefangen beim Schülerpraktikum in der Debitorenbuchhaltung wo sich meine Abneigung gegen Routinetätigkeiten bereits gezeigt hat, ich aber meine Liebe für analytische Sonderprojekte in Excel entdeckt habe.

Hab ich das damals mit 14 verstanden ? Nein 
Macht das im Rückblick Sinn? Ja

Ein Aufenthalt in Italien zum Schüleraustausch hat meine Liebe zu Mode gestärkt. Leider habe ich mir mal wieder selbst im Weg gestanden als ich zwar jeden Monat im Impressum zweimal über den Namen der Korrespondentin der deutschen ELLE gestrichen habe, in ihrem Büro aber erst ganz zum Ende des Aufenthaltes stand und was von „Ich wollte nur mal gucken was sie hier so machen“ gestammelt habe.

Hat mich dieser Traum jahrelang verfolgt und ist er viele Jahre lang meine Fluchtphantasie aus dem drögen Büroalltag gewesen? JA 
Hab ich den Traum in ein Ziel verwandelt und hart dafür gearbeitet es zu erreichen? JEIN

Als ich angefangen hab mich endlich in dem Bereich zu bewerben, habe ich erst gemerkt wie umkämpft und unterbezahlt die Jobs – oder auch nur Praktika – in der Modebranche selbst auf kaufmännischen Positionen sind.

Habe ich in meinem Bachelor jahrelang über die Ausbildung an der FH gemeckert und mich nach dem heiligen Gral der Bildung à der Universitätsausbildung gesehnt? JA 
Wars an der Uni besser? NEIN (da war es mir dann zu theoretisch…)

Dafür hat mich dieser unkonkrete Traum des Vollzeitsstudiums dazu bewogen relativ viel Geld beiseite zu legen um irgendwann einmal den Lebensunterhalt im Studium finanzieren zu können.

Bin ich in meinem Nebenjob an der Uni fast durchgedreht, als ich nur Pipifax-Aufgaben übertragen bekommen habe und mir diese dann  noch so erklärt wurden, als könnte ich nicht bis 3 zählen ? Hell yeah 
Würde ich wieder in einer öffentlichen Verwaltung oder einem sehr bürokratischem Unternehmen arbeiten? Fuck no

Hab ich als Werksstudentin bei einem Start-up gemerkt, dass mir diese just do it Stimmung gefällt, ich aber trotzdem lieber ein paar Strukturen gesehen hätte um den Arbeitsablauf reibungsloser zu gestalten? JA 
Hätte ich das über Start-ups feststellen können, wenn ich mich aus meiner Komfortzone nicht herausgewagt hätte? NEIN

Hab ich nebenbei noch mein Masterarbeitsthema und einen zukünftigen Karriereweg für mich gefunden? ABER HALLO 
Hab ich trotzdem Schiss in der Bux vor Absagen und ob ich überhaupt jemals in diesem Bereich arbeiten werde? Aber sowas von

Was ich mit diesen Anekdoten und den harmonisch im Text verteilten Großbuchstaben sagen möchte, ist, dass es kein Patentrezept gibt mit dem man herausfindet wo man am besten arbeitet. (Kein Test, keine Beratung, keine gut gemeinten Ratschläge ersetzen die Lektionen, die man durchs Ausprobieren lernt)

Wichtig ist, dass man verschiedene Sachen ausprobiert und sich immer wieder fragt welche Vorlieben und Abneigungen man im aktuellen Job hat.
Sei es bei den Aufgaben, Verhalten der Vorgesetzten und Kollegen, Lage der Arbeitsstätte, Arbeitszeiten, etc..

Habt ihr eure Traumkarriere schon gefunden? Sucht ihr noch?

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Picture Courtesy of tumblr
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